
![]()
MMag. Doris Koller KG
Maria-Theresien-Str. 4
A-6020 Innsbruck
Tel.: +43 512 585847
Fax: +43 512 581567
st.anna@apotheke-innsbruck.at
Öffnungszeiten:
Mo-Fr 8.00 - 18.00
Sa 8.00 - 12.00
![]()
>> Wichtige Notrufe
>> Nachtdienstkalender
>> NEU: Apotheken-Notfallnummer
![]()
Stehen wir unter Stress, ändern wir unsere Ernährungsgewohnheiten oder schlagen wir einmal »über die Stränge« – sofort meldet sich unser Magen-Darm-Trakt mit Druckgefühl, Verstopfung oder Durchfall.

Der so genannte Gastrointestinaltrakt bildet eine funktionelle Einheit, grob gesprochen aus Magen, Dünn- und Dickdarm. Der Darm hat bei einer Länge von 8 Metern die unglaubliche Oberfläche eines halben Fußballfeldes und wird in seiner Tätigkeit von rund 100 Millionen Nervenzellen gesteuert. Nur das zentrale Nervensystem ist noch besser mit Nervenzellen versorgt! Kein Wunder, dass dieses komplexe System auch Schwächen zeigt, die sich in Beschwerden niederschlagen. Manchmal genügt schon eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten für eine Besserung, aber meist wird man zu Heilpflanzen und Präparaten daraus sowie zu Arzneimitteln greifen. Art und Ort der Beschwerden bestimmen die Auswahl rezeptfreier Medikamente.
Wenn der Magen drückt…
Oberbauchbeschwerden treten immer wieder im Zusammenhang mit zu viel und zu spätem bzw. zu fettreichem Essen und Genussmittelüberkonsum auf. Blähungen im Oberbauch, Sodbrennen, saures Aufstoßen und ein Druckgefühl in der Magengrube sind dafür kennzeichnend. Durch veränderte Ernährungsgewohnheiten lassen sich solche Beschwerden relativ einfach in den Griff bekommen. Doch rund 25% der Menschen leiden chronisch an derartigen Erscheinungen, auch bekannt unter »Verdauungsbeschwerden« oder »Dyspesie«. Eine ganze Reihe altbekannter Heilpflanzen – sei es nun als Tee oder als Extrakt in Form von Tropfen oder Kapseln –wirken sehr gut bei solchen Verdauungsschwächen. Dazu zählen Wermutkraut, Schafgarbenkraut, Pfefferminzblätter, Kümmelfrüchte, Enzianwurzel, Artischockenblätter usw. Insbesondere die wenig bekannte bittere Schleifenblume spielt in derartigen Kombinationen eine große Rolle. Steht das Sodbrennen im Vordergrund sind Mittel zur Abpufferung der Magensäure empfehlenswert (Antazida), bei Völlegefühl schaffen wiederum Enzympräparate Erleichterung. Wer über Blähungen klagt, dem wird mit Kümmel, Fenchel, Anis und dem Entschäumer »Dimeticon« am ehesten zu helfen sein.
Man sitzt und sitzt und…
Die Häufigkeit von Stuhlgang hängt primär von Art und Menge der Nahrung ab, sekundär von der individuellen Darmpassagezeit. In der Nahrung gibt es bekanntlich stopfende Komponenten wie Schokolade und abführende wie ballaststoffreiche Kost in Form von Hülsenfrüchten, Getreide, Obst oder Gemüse. Kommt es tatsächlich zu einer Verstopfung leiten Abführmittel auf Salzbasis und in Form von Mikroklistiere am schnellsten den Stuhlgang ein. Pflanzliche Abführmittel in der altbekannten Teeform oder als Tropfen bzw. Kapseln, aber auch als Granulat brauchen dazu 8 bis 10 Stunden. Der Vorteil besteht in der schonenden, langsam einsetzenden Wirkung, während die prompter wirksamen salinischen Abführmittel auch unangenehme Nebenerscheinungen entwickeln können, vor allem wenn sie höher dosiert werden. Behandlungswürdig sind weniger als drei Stühle pro Woche, harter Stuhl und schmerzhafte Entleerung (Hämorrhoiden). Damit es nicht zu einer künstlich verursachten Darmträgheit kommt, sollen Abführmittel nicht ständig, sondern mit mehrtägigen Pausen angewendet werden.
Durchfall
Meist wird Durchfall durch Nahrungsunverträglichkeit oder durch das Vordringen körperfremder Bakterien im Darm ausgelöst. Mit dem Durchfall befreit sich nämlich der Körper von belastenden Darminhalten; deshalb sollte dem Geschehen nicht Einhalt geboten werden. Bei Kindern und Senioren muss jedoch auf den Flüssigkeits- und Salzersatz geachtet werden, um das bei dieser Personengruppe gefährliche »Austrocknen« zu verhindern. Schmerzhafte Darmbewegungen lassen sich mit »Loperamid« lindern, Bakterienpräparate erleichtern hingegen die Regeneration der notwendigen normalen Darmflora, die für eine normale Verdauung notwendig ist.
© 2012 St. Anna Apotheke | Impressum | AGB | comdesign.net