St. Anna Apotheke

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Die HPV - Impfung schützt!

Humane Papillomaviren (HPV) stellen für Frauen aller Altersstufen das größte Risiko zur Entwicklung von Gebärmutterhalskrebs oder anderen HPV-bedingten Erkrankungen dar. Trotz Krebsfrüherkennungsuntersuchungen ist Gebärmutterhalskrebs nach Brustkrebs die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache junger Frauen im Alter zwischen 15 und 44 Jahren in Europa.

 

Weltweit erkranken jährlich rund 500.000 Frauen an Gebärmutterhalskrebs, dem so genannten Zervixkarzinom, über 270.000 Frauen sterben daran, womit diese Erkrankung die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache bei Frauen zwischen dem 15. und 44. Lebensjahr ist. In Österreich sind jährlich etwa 550 Frauen vom Zervixkarzinom betroffen, für ungefähr 180 Frauen endet die Erkrankung tödlich.
Ausgelöst wird Gebärmutterhalskrebs durch eine Infektion mit humanen Papillomaviren (HP-Viren). Diese Viren können gesunde Zellen des Gebärmutterhalses verändern, wobei es allerdings in den meisten Fällen Jahre bis Jahrzehnte braucht, bis eine HPV-Infektion über Krebsvorstufen tatsächlich zum Karzinom führt.
Seit über 30 Jahren wird der so genannte PAP-Abstrich – durchzuführen bei Ihrem Frauenarzt – sehr erfolgreich zur Zervixkarzinomvorsorge eingesetzt. Allerdings, wenn der Krebsabstrich tatsächlich einen auffälligen Befund ergibt, sind bereits Zellveränderungen vorhanden. Der PAP-Abstrich ist also eine Methode zur so genannten sekundären Vorbeugung (sekundäre Prävention).



HP-Viren sind besonders ansteckend
Humane Papillomaviren (HPV) sind besonders ansteckend. Mehr als zwei Drittel der Menschen infizieren sich im Laufe ihres Lebens hauptsächlich bei sexuellen Kontakten mit HP-Viren, zumeist ohne es zu bemerken. Die Eindämmung der Übertragung gestaltet sich sehr schwierig, da auch Kondome nur bedingt ein Schutz sind. Die Viren befallen die Oberflächenzellen von Haut und Schleimhäuten.
Die Infektion selbst verursacht keine Beschwerden und heilt in den meisten Fällen von selbst wieder ab. Bei manchen Frauen kommt es aber zu einer dauerhaften Infektion mit HP-Viren. Sie können dann Läsionen am Gebärmutterhals, im Bereich der Schamlippen und der Scheide hervorrufen.

Läsionen können zu Krebs führen
Läsionen sind Erkrankungen der Haut in Form von Bläschen, Papeln, Knötchen oder Geschwüren. Diese Läsionen bilden sich in der Mehrzahl der Fälle von allein zurück, sie können jedoch auch zu Krebsvorstufen fortschreiten, die operativ entfernt werden müssen. Der HPV Vierfachimpfstoff bietet Schutz von den Läsionen, die durch die im Impfstoff enthaltenen Typen (6,11,16 und 18) verursacht werden.
Auch Männer sind von durch HP-Viren verursachten Erkrankungen betroffen, wie z.B. von Feigwarzen im Genital- bzw. Analbereich, in seltenen Fällen kann es auch zu einem Peniskarzinom oder einem Karzinom im Bereich des Afters kommen.

HPV-Impfung weltweit

Weltweit wurde der HPV-Vierfachimpfstoff inzwischen in mehr als 100 Ländern zugelassen, und 30 Millionen Dosen wurden ausgeliefert.
In 18 von 19 europäischen Ländern gibt es offizielle Impfempfehlungen für die Impfung gegen HPV, und in 15 dieser Länder werden die Impfkosten bereits jetzt erstattet oder es liegen Pläne für die Kostenerstattung vor. Des weiteren haben die USA, Australien, Neuseeland und Kanada Empfehlungen für die Impfung ausgesprochen und erstatten die Impfkosten.

Deutschland, Frankreich, Belgien. Zu den ersten Ländern, in denen HPV-Impfprogramme umgesetzt wurden, gehören Deutschland, Frankreich und Belgien. Bis zum Sommer 2008 haben in Deutschland ca. 1,32 Millionen Mädchen und junge Frauen die Impfung mit HPV-Vierfachimpfstoff begonnen, in Frankreich 800.000 und in Belgien 195.000.
Die HPV-Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs ist nach Meinung des Heidelberger Krebsexperten Harald zur Hausen, dem übrigens der diesjährige Nobelpreis für Medizin zuerkannt wurde, von jungen Mädchen in Deutschland bisher gut angenommen worden. In Deutschland bieten die gesetzlichen Krankenkassen die Impfung allen jungen Mädchen an und zahlen dafür.
Auch die Deutsche Krebsgesellschaft empfiehlt ebenso wie die Europäische Arzneimittelzulassungsbehörde, das Paul-Ehrlich-Institut und die US-Gesundheitsbehörden CDC die Impfung.

England, Dänemark und Spanien. Auch England, Dänemark und Spanien zahlen in Zukunft für die Impfung von Mädchen gegen die HPV-Viren. „In England werden derzeit alle zwölf- bis 13-jährigen Mädchen durchgeimpft und es wird zwei Jahre lang auch ein »Catch up«-Programm (für nicht Geimpfte) bis zum 18. Lebensjahr durchgeführt“, sagte der Präsident der Österreichischen Krebshilfe, der Wiener Gynäkologe Paul Sevelda. Die Hilfsorganisation »Program for Appropriate Technology in Health« (PATH) bemüht sich darüber hinaus, im Rahmen einer 5-Jahres-Kampagne den HPV-Impfstoff in jene Länder zu bringen, in denen die Inzidenz an Gebärmutterhalskrebs am höchsten ist, wie Uganda, Peru, Indien und Vietnam.

Erkrankungen im Genitalbereich
Bekannt sind heute über 100 verschiedene Typen von HP-Viren. Die meisten der durch HP-Viren verursachten Infektionen sind allerdings nur vorübergehend. Die vier HPV-Impfstoff-Typen – geimpft wird gegen Infektionen mit den HPV-Typen 6, 11 sowie 16, 18 – verursachen den größten Teil der Erkrankungen:
l Chronische Infektionen mit HPV 16 und HPV 18 sind für das Entstehen von
– 70% aller Fälle von Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) sowie für
– 95% aller Karzinome im Bereich der Schamlippen und der Scheide (Vulva und Vaginalkarzinome) und ihrer Vorstufen verantwortlich.
– Außerdem können sie zu Krebserkrankungen im Analbereich sowie im Bereich des Rachens und des Kehlkopfes führen.
l Die HPV-Typen 6 und 11 verursachen über 90% aller Genitalwarzen (Kondylome).

Befall durch Genitalwarzen (Feigwarzen) ist die häufigste sexuell übertragbare Erkrankung. Sie werden durch direkten Schleimhautkontakt während des Geschlechtsverkehrs mit einer bereits infizierten Person erworben.
Oftmals führen dann Beschwerden wie Juckreiz, Schmerzen, Blutungen oder Ausfluss zu deren Entdeckung.
Warzen an den Genitalien sind zwar nicht lebensbedrohend, aber sehr belastend und hartnäckig. Oft müssen sie operativ entfernt werden, in vielen Fällen kommt es zu Rückfällen, da die Infektion nach wie vor vorhanden ist.
Im Rahmen einer skandinavischen Studie mit insgesamt rund 70.000 Teilnehmerinnen zeigten erste Ergebnisse, dass in Schweden mindestens jede zehnte Frau Genitalwarzen entwickelt, bevor sie 45 Jahre alt wird. Bei jüngeren Frauen ist die Anzahl an Neuerkrankungen sogar noch höher. Schätzungen zufolge sind die HPV- Typen 6 und 11 jedes Jahr für 225.000 neue Fälle von Genitalwarzen bei Frauen in Europa verantwortlich.
Mit Hilfe der vorbeugenden Impfung gegen die 4 HPV-Typen, ist auch ein umfassender Schutz vor den Erregern der Genitalwarzen (Typen 6 und 11 verursachen 90% aller Genitalwarzen)gewährleistet.

So verläuft eine HPV-Erkrankung
Man schätzt, dass über 70% aller sexuell aktiven Menschen irgendwann im Laufe ihres Lebens mit HP-Viren infiziert werden. In den allermeisten Fällen (90%) bleiben diese Infektionen symptomlos und verschwinden wieder ohne negative Folgen. Besteht die Infektion über einen längeren Zeitraum, können Veränderungen im Genitalbereich an Vulva, Vagina oder Zervix sowie im Bereich des Anus entstehen. Während Zellveränderungen im Bereich des Gebärmutterhalses durch den so genannten Krebsabstrich erkannt und anschließend behandelt werden können – zumeist lange bevor es zum Krebs kommt –, bleiben die (selteneren) Veränderungen an Vulva und Vagina oft unerkannt. Männer sind sogar häufiger von Genitalwarzen betroffen als Frauen und natürlich kommt ihnen auch Bedeutung als potenzielle Überträger der Infektion zu. Wichtig ist auch zu wissen, dass eine einmal durchgemachte HPV-Infektion keine zuverlässige natürliche Immunität hinterlässt.
Sehr wahrscheinlich kann es also mehrmals zu HPV-Infektionen mit den gleichen HPV-Typen kommen.
Zervixkarzinom: Jede Frau ab dem 18. Lebensjahr sollte einmal jährlich einen Krebsabstrich (PAP-Abstrich) durchführen lassen. Die beim Abstrich entnommenen Zellen werden auf verdächtige Veränderungen hin untersucht, Gebärmutterhalskrebs-Vorstufen könnten meist rechtzeitig erkannt werden, trotzdem ist die Zahl der Todesfälle und Erkrankungen seit rund 15 Jahren konstant geblieben. Die Kombination aus Abstrich und Impfung könnte die Zahl der Todesfälle in Zukunft dramatisch reduzieren. Bei auffälligem Krebsabstrich wird eventuell engmaschig kontrolliert oder es wird eine Gewebsprobe entnommen und gegebenenfalls müssen sich betroffene Frauen einer Operation unterziehen.
Ohne Zweifel bedeutet jeder auffällige Krebsabstrich und die eventuell damit verbundene Operation (mit all ihren Folgen) nicht zuletzt auch eine große psychische Belastung. Denn nach Feststellung einer Vorstufe für Krebs sind meist Unsicherheit und Angst die Folgen.
Vulva- und Vaginalkarzinom: Für diese beiden Krebserkrankungen gibt es derzeit – außer der gynäkologischen Routineuntersuchung – keine systematischen Früherkennungsmaßnahmen.
Peniskarzinom: 2 von 3 Männern, die in sexuellem Kontakt mit einer HPV-Trägerin stehen, weisen kleinste – mit freiem Auge unsichtbare – Hautveränderungen am Penis auf. In seltenen Fällen können Karzinome am Penis entstehen.

Hohes Ansteckungsrisiko
Übertragen werden die HP-Viren hauptsächlich durch Geschlechtsverkehr (genital, oral oder anal). Daher sollte auch die Impfung möglichst vor Beginn sexueller Aktivitäten verabreicht werden. Durch Verwendung von Kondomen lässt sich das HPV-Infektionsrisiko zwar senken, aber nicht gänzlich verhindern, denn eine Ansteckung mit HP-Viren ist auch durch Hautkontakt mit infizierten Gegenständen wie Handtücher, Trinkgläser etc. möglich.

Die Impfung schützt!
Zusätzlich zum jährlichen Krebsabstrich PAP beim Gynäkologen gibt es eine weitere Art der Vorsorge: einen Impfstoff gegen die vier häufigsten HPV-Typen. Wie weltweite Studien gezeigt haben, bietet die Impfung einen bis zu 100%igen Schutz vor den HPV-»Hochrisiko«-Typen 16 und 18 sowie vor den HPV- »Niedrigrisiko«-Typen 6 und 11. Da die Viren hauptsächlich auf sexuellem Weg übertragen werden, ist Impfen vor Beginn der sexuellen Aktivität besonders wichtig.
Aber auch Personen, die bereits mit einem oder mehreren der HPV-Impfstoff-Typen infiziert sind, werden durch den Impfstoff vor den übrigen HPV-Impfstoff-Typen geschützt. Somit bietet die HPV-Impfung auch für bereits sexuell aktive Mädchen und Frauen, die schon eine Infektion durchgemacht haben, eine Schutzwirkung.

So wirkt die Impfung
Die Impfung wirkt vorbeugend und verhindert eine Reihe von gutartigen, aber vor allem auch bösartigen Erkrankungen (bzw. deren Vorstufen), die durch HPV-Infektionen mit den HPV-Typen 6, 11, 16 und 18 verursacht werden. Die durch die Impfung entstandenen neutralisierenden Antikörper verhindern den Befall der Zellen mit HP-Viren und deren unkontrolliertes Wachstum, das zu Krebsvorstufen bzw. Krebs führen kann. Der Impfstoff ist NICHT zur Behandlung geeignet, d.h. wenn Veränderungen bestehen, muß wie bisher beobachtet und behandelt (operiert) werden.

Kreuzprotektive Wirkung des HPV-Impfstoffes
Neue Daten aus groß angelegten Studien mit mehr als 17.000 Frauen zeigen, dass der HPV-Vierfachimpfstoff auch Schutz vor HPV-Typen bietet, gegen die der Impfstoff nicht direkt gerichtet ist.
Grund dafür sind die durch die Impfung entwickelten Antikörper, die auch gegen Nicht-Impfstoff-HPV-Typen wirksam sind. Die Antikörper reagieren nämlich auch mit 10 weiteren gefährlichen Typen und vermitteln einen gewissen Schutz. Diese zusätzlichen Virentypen verursachen mehr als 10% aller Zervixkarzinome und einen wesentlichen Teil der präkanzerösen und potenziell präkanzerösen Läsionen.

Für wen ist die Impfung zugelassen?
Der Impfstoff ist derzeit für Kinder und Jugendliche (beiderlei Geschlechts) von 9 bis 15 Jahren und für erwachsene Frauen von 16 bis 26 Jahren zugelassen und wird auch für diese Personengruppe vom Impfausschuss des Obersten Sanitätsrats empfohlen
Auch Burschen zwischen 9 und 15 Jahren impfen. Bei Burschen kann es ebenfalls zu HPV-Infektionen mit entsprechenden Folgen kommen. Weiters spielen sie auch für die Übertragung der HP-Viren eine wesentliche Rolle. Durch die Impfung von Burschen und jungen Männern ist einerseits ein Schutz vor Erkrankungen gegeben, andererseits wird auch die Übertragungskette unterbrochen. Der Impfplan empfiehlt daher die Impfung von Burschen, insbesonders wenn dadurch auch der Schutz vor Genitalwarzen erreicht werden kann.

So wird die HPV-Impfung verabreicht
Die HPV-Impfung wird intramuskulär in den Oberarm injiziert. Es sind drei Teilimpfungen erforderlich, die innerhalb von 6 Monaten verabreicht werden: Die zweite Teilimpfung erfolgt zwei Monate nach der Erstimpfung, die Dritte vier Monate nach der 2. Teilimpfung.

Welche möglichen Nebenwirkungen gibt es?
Üblicherweise wird die Impfung sehr gut vertragen. Die häufigsten Nebenwirkungen sind Schmerzen, Schwellung, Jucken und Rötung an der Injektionsstelle. In seltenen Fällen können Fieber, Übelkeit und Benommenheit auftreten. Falls längeranhaltende Nebenwirkungen auftreten sollte, kontaktieren Sie bitte unverzüglich einen Arzt.

Wie sicher ist der Impfstoff?
Wirksamkeit, Verträglichkeit und Sicherheit des HPV-Vierfachimpfstoffes wurden in groß angelegten, doppelblinden, plazebokontrollierten, randomisierten klinischen Studien – mit mehr als 25.000 Frauen aus 33 Ländern und einer Dauer von insgesamt mehr als 10 Jahren – belegt. Auch nach mehr als 30 Mio verabreichten Impfstoffdosen bestätigen die Behörden laufend die gute Verträglichkeit und Anwendungssicherheit des Impfstoffes.

Wie lange wirkt die Impfung?
Mädchen, Burschen und Frauen, die den Impfstoff als Teenager oder junge Erwachsene erhalten haben, sind – so weit liegen bereits Erfahrungswerte vor –, zumindest zehn Jahre lang geschützt. Es handelt sich beim HPV-Impfstoff um einen Langzeit-Impfstoff, d.h. das Immunsystem bildet so genannte Gedächtniszellen, die bei neuerlichem Kontakt mit einem der vier Impfstoff-Virustypen sehr schnell mit einer starken Bildung neutralisierender Antikörper reagieren. Auffrischungsimpfungen sind nicht vorgesehen!

Impfen ist der beste Schutz!
Die Impfprogramme der letzten Jahrzehnte haben zu großen Erfolgen bei der Verhinderung von Krankheiten beigetragen. Dennoch wird die Bevölkerung oft von Impfgegnern sowie durch die mediale Darstellung von Impfrisiken verunsichert. Dazu DDr. Wolfgang Maurer von der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde: „Die Wirksamkeit von Impfungen wird von Impfgegnern grundsätzlich angezweifelt. Tatsächlich ist jedoch gerade die Wirksamkeit von Impfprogrammen dafür verantwortlich, dass viele Erkrankungen in unserer Gesellschaft so gut wie gar nicht mehr auftreten und die Angst vor »Impfnebenwirkungen« damit größer ist als vor der Erkrankung selbst“.
Univ.-Prof. Dr. Werner Zenz, Leiter der Arbeitsgruppe Infektiologie der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde bilanziert: „Eine Impfentscheidung hat nicht nur auf die eigene Person bzw. die eigenen Kinder Auswirkungen.

Argumente von Impfgegnern sind vielfach wissenschaftlich nicht nachzuvollziehen und lassen sich durch zahlreiche Studien widerlegen. So ist die Aussage, dass zu viele Impfungen das Immunsystem schwächen, schlicht und einfach falsch. Unser Immunsystem ist in der Lage, mehrere Billionen unterschiedliche Keime und Antigene zu erkennen.“
Univ.-Prof. Dr. Ursula Wiedermann-Schmidt, Leiterin des Instituts für Spezifische Prophylaxe und Tropenmedizin der Med. Universität Wien: „Aufgrund der vielfältigen Spezifität der Immunzellen ist es absolut ausgeschlossen, dass unser Immunsystem durch Impfungen, bei denen selbst bei Kombinationsimpfstoffen heutzutage nicht mehr als 25 Antigene auf einmal verabreicht werden, »überlastet« wird. Eine Berechnung über die Auslastbarkeit des Immunsystems ergibt, dass gleichzeitig 100 Impfungen appliziert werden können und dennoch nicht 0,1% unseres Immunsystems ausgelastet wären“.

Wie hoch sind die Kosten für die Impfung?
Österreichische Wissenschafter haben maßgeblich an der Impfstoffentwicklung mitgearbeitet und zum Erfolg beigetragen, die meisten anderen europäischen Ländern haben die Impfung bereits kostenlos zur Verfügung gestellt. In Österreich muß die Impfung privat bezahlt werden (208 e pro Dosis inkl Mwst), in NÖ, im Burgenland und in Kärnten gibt es Impfaktionen mit reduzierten Kosten.

Das EU-Krankheitskontroll-Zentrum empfiehlt die Impfung
Während man in Österreich mit der Einführung der HPV-Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs bei den kostenlosen Kinderimpfungen – offenbar besonders aus Kostengründen – seit längerer Zeit wartet, stellt ein neuer Bericht des Europäischen Zentrums für Krankheitskontrolle (ECDC) fest: „Die Impfung gegen das Papillomavirus (HPV) ist eine effektive Vorbeugungs-Strategie gegen Gebärmutterhalskrebs. Die vorhandenen HPV-Vakzine schützen gegen zwei Hoch-Risiko-HP-Virusstämme, die für 73 Prozent der Zervixkarzinom-Fälle verantwortlich gemacht werden und über sexuelle Kontakte übertragen werden.“

Auszeichnung für die HPV-Impfung
Der HPV-Vierfach-Impfstoff erhielt vor kurzem den Prix Galien International 2008, der für bedeutende Fortschritte in der pharmazeutischen Forschung ausgeschrieben ist. Die Entdeckung, dass HP Viren Gebärmutterhalskrebs verursachen wurde 2008 mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet.




 

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