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MMag. Doris Koller KG
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Einerseits leben wir heute etwa doppelt so lang wie am Beginn des 20. Jahrhunderts, andererseits sind wir viel mehr Schadstoffen aus Umwelt, Nahrung etc. ausgesetzt. Unsere Haut bedarf besonderer Pflege, die nicht nur ihre Schönheit und Schutzfunktion gewährleistet, sondern auch zur Prophylaxe von Alterserscheinungen beiträgt. Ihr Apotheker weiß darüber Bescheid!

Gehen wir von der Tatsache aus, dass jeder Kontakt unserer Haut mit Wasser Fette aus der Hornschicht auslaugt. Dadurch passiert erst einmal wenig, jedoch nach und nach wird die Barrierefunktion der Haut – abhängig vom Hauttyp mehr oder weniger rasch – ganz erheblich gestört. Die Haut verliert mit dem Fett ihre Fähigkeit zur Feuchtigkeitsbindung, sie wird trocken, ist in ihrer Schutzfunktion gestört und kann schädigenden Einflüssen der Umwelt immer weniger standhalten – sie wird schuppig, beginnt zu jucken und neigt zu Ekzemen.
Diese Tatsache kollidiert geradewegs mit der heutzutage üblichen Duschkultur: Man duscht zumindest einmal täglich, Sportler duschen bis zu drei Mal täglich. Bedeutet das: Hygiene versus Hautgesundheit? Nein, keineswegs! Wir müssen nur das Bewusstsein für gesunde Haut wecken! Denn: was heraus gelaugt wird, ist zwar vorerst verloren, kann aber durch die regelmäßige Anwendung von Hautpflegeprodukten zurückgegeben werden. Idealerweise bedient man sich dabei Öl-in-Wasser-Emulsionen, die auf den Hauttyp abgestimmt sind – reichhaltigere Produkte für den trockenen Hauttyp und leichtere für normale und talgreiche Haut. Dies gilt für alle: Frauen, Männer und vor allem für Kinder, deren Haut – vor allem bei atopischer Konstitution, also Neigung zu Neurodermitis – besonders empfindlich ist.
Das sollten Sie bei der täglichen Hautpflege berücksichtigen!
Wassereinwirkzeit reduzieren
Das soll kein Aufruf zu mangelnder Körperhygiene sein, aber dazu anleiten, nur kurz und eher lauwarm zu duschen und lange Vollbäder zu meiden, bzw. entsprechend nachzucremen. Vor allem für Babies und Kleinkinder gilt: nicht öfter als zweimal wöchentlich ins Wasser. Am Abend nach einem Badetag mit ausgedehntem Plantschen und Schwimmen sollten Chlor oder Salz abgeduscht und unbedingt am ganzen Körper eine Pflegecreme oder -milch aufgetragen werden. Nach Sonnenexposition eignet sich idealerweise eine Pflege mit beruhigenden und antioxidativen Inhaltsstoffen wie Aloe vera, Vitaminen oder DNA-Reparaturenzymen.
Echte Seifen weglassen
Echte Seifen senken die Oberflächenspannung von Wasser und haben fettlösende Eigenschaft; das mag sich in der Küchenreinigung bewähren, hat aber auf der Haut nichts verloren. Das heißt, auch wenn wir uns wirklich schmutzig fühlen, sollten zur Körperpflege ausschließlich »seifenfreie Seifen« (Detergentien) verwendet werden und von diesen idealerweise pH-neutrale, um den Säureschutzmantel der Haut in seiner bakteriziden Wirkung nicht zu irritieren. Zu beachten ist der unvermeidliche Kontakt mit echten Seifen z.B. im Haushalt, was wiederum besondere Pflege von »Hausfrauenhänden« verlangt!
Zusatzstoffe können die Pflegewirkung verbessern
Noch besser als schlichte Öl-in-Wasser-Emulsionen eignen sich z.B. Produkte mit einem kleinen Anteil an Urea. Dieser verbessert die Aufnahme des Pflegeprodukts in die Haut, verringert das klebrige Gefühl nach dem Auftragen, verbessert die Feuchtigkeitsbindungsfähigkeit und wirkt außerdem bakterizid. Darüber hinaus gibt es viele unterschiedliche Wirkstoffe in Pflegeprodukten, sodass Sie die optimale Pflege individuell für Ihre Bedürfnisse und Ihren Hautzustand auswählen können; Ihr Apotheker unterstützt Sie dabei gerne.
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