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Jeder Pilzesammler kennt die für das Wachstum günstigen Wetterbedingungen: warm und feucht. Ähnliche Vorlieben zeigen jene Pilze, die sich den Menschen als Wirt ausgesucht haben.

Daher verwundert es wenig, dass Schwimmer und Läufer besonders von Hautpilzen bedroht sind. Eine internationale Statistik verglich die Häufigkeit von Fußpilzen: Am niedrigsten war die Infektionsrate mit 1,4% in Indien, wo man gewöhnlich ohne Schuhwerk auskommt, am höchsten bei Bergleuten und Schwimmern (63%), weil sie sich in feuchtwarmer Umgebung aufhalten. Auch Gärtner und Landwirte sind gefährdet, weil die Haustiere und Pflanzen von Pilzen besiedelt sein können, die auch Menschen befallen. Der häufigste Übertragungsweg führt von Mensch zu Mensch über infizierte Hautschuppen. Wie kann man den besonders hartnäckigen Fußpilz erfolgreich behandeln?
Tipp: Zu den wichtigsten Vorbeugungsmaßnahmen
gehören das Trockenhalten der Zehenzwischenräume und das Tragen von Schuhen in
Bädern, Thermen und Hotels mit Teppichböden. Erwachsene neigen zu Fußpilz,
Kinder zu Kopfpilz. Zu 90% stammen die übertragenen Kopfpilze von Haustieren wie
Katze, Meerschweinchen und Hamster. Während bei einem Fußpilz 2 bis 4 Wochen
Behandlung mit pilzhemmenden Cremen, Gelen oder Sprays ausreicht, soll ein
Kopfpilz zusätzlich noch mit Tabletten bekämpft werden. Nur so kann der
pilztötende Wirkstoff auch die infizierten Haarwurzeln erreichen. Am
hartnäckigsten gestaltet sich die Behandlung der Nagelmykosen, vor allem an den
Zehennägeln. Hier soll das ganze therapeutische Arsenal zum Einsatz kommen, also
die verletzungsfreie Entfernung der infizierten Nagelplatte durch
Feilen oder 40% Harnstoff;
das Auftragen von
antimykotischen Nagellacken und
das Schlucken
entsprechend wirksamer Pilzmittel in Tablettenform.
Da Nägel nur sehr langsam wachsen, braucht es Geduld – mit mehreren Monaten bis zu einem Jahr Behandlungsdauer muss man leider rechnen.
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