St. Anna Apotheke

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MMag. Doris Koller KG
Maria-Theresien-Str. 4
A-6020 Innsbruck
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So pflegen Sie Problemhaut!

Das primäre Ziel jeder Hautpflege ist die Erhaltung und Wiederherstellung physiologischer Hautverhältnisse und damit die Aufrechterhaltung der Schutzfunktion der Haut. Ist das sensible Gleichgewicht der Haut vor allem in Bezug auf Fett und Feuchtigkeit gestört, spricht man von Problemhaut mit allen ihren Störungen. Eine solche Problemhaut braucht eine besonders auf sie abgestimmte Pflege.


 

Für das Erscheinungsbild der Haut und deren Schutzfunktion sind eine intakte, gleichmäßige Oberflächenstruktur, die Spannung der Haut, der Hydrolipidfilm – bestehend aus einem ausgewogenen Gleichgewicht aus Fett und Feuchtigkeit – und eine gleichmäßige Pigmentierung verantwortlich. »Problemhaut« ist ein Begriff aus der Kosmetik, dem unterschiedliche Zustandsbilder der Haut zugeordnet sind. Am häufigsten ist wohl die empfindliche Haut, gefolgt von seborrhoischer, also zu fetter Haut, mit der oft als Begleiterscheinung Akne einher geht. Auch die generell sebostatische, also zu trockene Altershaut, die im höheren Lebensalter Zeichen von Atrophie (Rückbau) mit verstärkter Neigung zu Hautblutungen zeigt, zählt zur Problemhaut.

Die Haut ist mit einer Oberfläche von rund 2m² das größte Organ des Menschen, das unterschiedlichste Funktionen erfüllt. Unter anderem ist sie Kontaktorgan zur Umwelt, vermittelt Berührungsreize und reguliert den Temperatur- und Wasserhaushalt. Besondere Bedeutung hat die Epidermis. Die Epidermis ist jener Anteil der Haut, der der Pflege zugänglich ist. Die Funktionen der Epidermis sind Schutz gegen das Eindringen von Bakterien, Pilzen und anderen Erregern, die Aufrechterhaltung der Barriere und sie ist für die Durchlässigkeit verantwortlich. Zur Schutzfunktion trägt wesentlich der Hydrolipidfilm – bestehend aus Hornschicht- und Talgdrüsenlipiden sowie aus Schweiß, der die Hautoberfläche überzieht – bei. In intakter Haut benötigt die Erneuerung der obersten Hautschicht rund 30 Tage. Im Alter ist dieser Prozess bis auf 50 Tage verzögert.

Die epidermale Feuchte
Hydrolipidfilm, Säureschutzmantel und epidermale Feuchte (»NMF«-Natural Moisturizing Factor) sind die Voraussetzungen für eine intakte Funktion der Haut.
Die Hornschichtfeuchte sorgt optisch für die Hautglätte, funktionell sind nur in feuchtem Milieu die optimalen Abläufe möglich. ­Cremen, die Feuchtigkeit aus der Umwelt binden, helfen, den NMF zu erhalten und unterstützen damit die normale Hautfunktion.

Säureschutzmantel
Ein anderer wesentlicher Faktor, den es im Normalbereich zu er­halten gilt, ist der Säureschutzmantel. Dieser liegt im leicht sauren Bereich bei pH 4 bis 6,5. In diesem Milieu bestehen ideale Bedingungen für die physiologische Hautflora und den Schutz gegen das Wachstum krankmachender Keime. Durch das Waschen mit ­normaler Seife kommt es zu einer Verschiebung des Haut-pHs in den alkalischen Bereich für eine halbe bis zu drei Stunden. Es ­empfiehlt sich deshalb, bei empfindlicher, sensibler Haut zur ­Reinigung Syndets zu verwenden.

Die empfindliche Haut
Bei empfindlicher bzw. sensibler Haut handelt es sich nicht um einen eigenen Hauttyp, sondern um einen Überbegriff für die veränderte Reaktionsbereitschaft der Haut. Zahlreiche innere wie äußere Ursachen kommen als Auslöser in Frage.

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