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Ein Mangel an Vitamin B1 (Thiamin) könnte eine Schlüsselrolle bei der Entstehung der Folgeschäden des Diabetes spielen. In einer klinischen Studie an der Universität Warwick in England machten die Forscher die Beobachtung, dass ein Vitamin B1-Mangel immer mit einem Anstieg von Blut-Markern für Gefäßschäden und Arterienverkalkung einhergeht und womöglich als Mitverursacher diabetischer Folgeschäden an Blutgefäßen und Organen wie Nieren und Augen anzusehen ist.

Sowohl Typ 1- als auch Typ 2-Diabetiker haben deutlich erniedrigte Thiamin-Konzentrationen im Blutplasma. Ursache der extremen Thiamin-Defizite ist ein diabetesbedingter Defekt der Niere. Hohe Zucker-Konzentrationen unterdrücken die Bildung eines Thiamin-Transporters in der Niere, der die Aufgabe hat, das für den Körper so wertvolle Vitamin B1 zurück in den Blutkreislauf zu schleusen. Fehlen Thiamin-Transporter, wird das Vitamin in großen Mengen über den Urin ungenutzt ausgeschieden. Dies könnte somit die Folgeschäden mitverursachen.
In der Studie wurde nachgewiesen, dass der erhöhte Vitamin B1-Verlust mit dem Beginn des für Diabetiker typischen Funktionsverlusts der Niere in Zusammenhang steht. Fehlt Thiamin, ist der Entgiftungsprozess gestört.
Gute Quellen für Thiamin
sind Vollkornprodukte,
Erbsen und Schweinefleisch
Bild © Aaron Amat
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