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MMag. Doris Koller KG
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»Jetzt geht’s los.« Das sagte vor kurzem eine Wiener Allgemeinmedizinerin, nachdem sie gegen 8.00 Uhr früh binnen weniger Minuten gleich zwei Anmeldungen für Hausbesuche bekommen hatte. »Fieber, Husten, die ganze Familie«, hatte es geheißen – nicht wesentlich anders in Sachen A(H1N1) als bei der jährlichen saisonalen Grippe, aber eben um Wochen früher, was auch ohne Labornachweis für die Neue Grippe – der alte Name »Schweinegrippe« hält sich hartnäckig – spricht. Was ist nun bei der Pflege eines Grippe-Patienten zu Hause zu beachten?

Was ist der Zweck der Heimpflege?
Der Patient kann die Erkrankung bei einem komplikationslosen Verlauf im gewohnten Umfeld auskurieren. Weiters wird so verhindert, dass andere Menschen angesteckt werden.
Was sind die Krankheitszeichen der Neuen Grippe?
Plötzlicher Krankheitsbeginn mit Fieber (über 38 Grad °C), zwei oder mehr der folgenden Symptome: Husten, Halsschmerzen, Muskel-, Glieder- und Kopfschmerzen, Erbrechen oder Durchfall.
Können bei der Krankheit Komplikationen auftreten oder kann die Erkrankung einen schweren Verlauf nehmen?
Schwere Verläufe und das Auftreten von Komplikationen sind zwar selten, aber möglich. Bei Verschlechterung des Zustandes muss rasch telefonisch Kontakt mit dem behandelnden Arzt aufgenommen werden und ein Hausbesuch – in schweren Fällen eine Krankenhauseinweisung – organisiert werden.
Warum ist die Heimpflege bei der Neuen Grippe besonders wichtig?
Das Besondere an der Neuen Grippe ist, dass die meisten Menschen keinen Immunschutz dagegen haben. Es ist daher besonders wichtig, dass andere Menschen vor Ansteckung geschützt werden: Regelmäßig Hände waschen, „Berühren Sie mit ungewaschenen Händen weder Augen, Nase noch Mund“, beim Niesen und Husten Mund und Nase bedecken, am besten mit einem Taschentuch, ansonsten mit dem Ärmel und nicht mit der Hand, danach Taschentuch entsorgen.
Die wirksamste Vorsorge ist die Impfung, sowohl für Risikogruppen als auch für alle, die sich impfen lassen wollen.
Behandlung: Eine Behandlung mit Arzneimitteln aus der Gruppe der Neuraminidasehemmer ist möglich. Daneben können im Bedarfsfall zusätzliche Arzneimittel, Tees und andere Produkte aus der Apotheke zur Linderung der Beschwerden eingesetzt werden. Fragen Sie dazu Ihren Apotheker.
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