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Fiebrige Infekte kommen bei Kindern viel häufiger als im Erwachsenenalter vor, wobei Fieber von über 39 °C schon bei einer banalen Erkältung auftreten kann. Mit den modernen elektronischen Fieberthermometern ist die Messung keine Hexerei, nur soll man kleine Kinder nicht mit dem Thermometer allein lassen, sondern es halten, bis das Signal ertönt. Sollte Ihr Kind apathisch wirken und einen kranken Eindruck machen, ist die Messung der Körpertemperatur die rascheste und einfachste Maßnahme, um festzustellen, ob eine Erkrankung vorliegt.

TIPP Bei kleineren Kindern sind Messungen in der Achselhöhle am ungenauesten. Diese Art der Temperaturbestimmung soll nur bei älteren Kindern oder Jugendlichen mit verlässlichem Verschluss der Achselhöhle bei der Messung angewandt werden. Auch Messungen im Mund sollten erst ab einem Alter von fünf Jahren vorgenommen werden – und zwar am besten 20 bis 30 Minuten nach einem Essen oder Trinken. Die Spitze des Thermometers sollte dabei unter der Zunge platziert sein und das Kind während des Messvorgangs durch die Nase atmen. Am exaktesten misst ein Thermometer im Darmausgang. Zum Einführen sollte die Spitze mit weißer Vaseline benetzt werden, damit das Metall leichter gleitet. Das Kind legt man bäuchlings auf den Schoß oder mit hochgezogenen Beinen seitlich ins Bett, damit es sich nicht verkrampft. Sobald ein Widerstand spürbar wird oder nach etwa zwei bis zweieinhalb Zentimetern, stoppt man.
Wenn das Kind sich nicht ungewöhnlich verhält, genügend trinkt und weiter spielt, benötigt man kein Fiebermittel. Andernfalls ist sein Einsatz ratsam. Dazu eignen sich vor allem »Paracetamol« und »Ibuprofen« in kindergerechter Dosierung als Zäpfchen oder Saft, die möglichst in der Hausapotheke vorrätig sein sollten, damit sie im Notfall rasch einsetzbar sind und nicht erst besorgt werden müssen. »Acetylsalicylsäure« kann bei Kindern in Einzelfällen zum Reye-Syndrom – einer schweren Allgemeinerkrankung – führen und sollte daher im Kindesalter grundsätzlich nicht zum Einsatz kommen.
Foto © Kameel4u
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